Seit 2009 befindet sich das Studienseminar im City-Haus in der Leeraner Innenstadt.
Seit 2009 befindet sich das Studienseminar im City-Haus in der Leeraner Innenstadt.

 

Studienseminar Leer für das

Lehramt an Gymnasien

Bürgerm.-Ehrlenholtz-Str. 15

26789 Leer (Ostfriesland)

Tel. (0491) 4545228-0

Fax (0491) 4545228-7

E-Mail (allgemein):

verwaltung (at) sts-ler.de

 

E-Mail-Bereitschaft Seminarleitung:

bereitschaft (at) studienseminar-leer.de

Öffnungszeiten:

 

Montag: 10 bis 16 Uhr

Dienstag: 8 bis 13 Uhr

Mittwoch: 8 bis 16 Uhr

Donnerstag: 10 bis 16 Uhr

Freitag: geschlossen

 

In den nieders. Schulferien:

Montag bis Donnerstag:
10 bis 12 Uhr
und nach Absprache

Hier geht's zur internen Kommunikationsplattform:

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Lernen und Lehren an der Côte d’Azur – Studienseminar Leer auf Hospitationsreise in Nizza

Nach der Hospitationsreise nach Litauen im vergangenen Jahr führte die diesjährige Europa-Tagung des Studienseminars Leer 42 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und ihre Ausbilderinnen und Ausbilder nach Nizza. Von Montag bis heute stand dabei vor allem eines im Mittelpunkt: der unmittelbare Einblick in den französischen Schulalltag und der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Lernen im direkten Austausch

Drei Tage lang hospitierten die Teilnehmenden in zwölf verschiedenen Schulen – von Collèges über Lycées bis hin zu privaten Bildungseinrichtungen in Nizza, Valbonne, Grasse, Sospel, Cagnes-sur-Mer, Antibes und Menton. Dabei ging es nicht nur um das Beobachten von Unterricht, sondern vor allem um das Verstehen eines anderen Bildungssystems im gelebten Alltag. Organisiert hatten die Reise auf deutscher Seite Melanie Rolfes und Stefan Ulrichs.

Viel Gelegenheit zum Experimentieren im Naturwissenschaftsunterricht.
Viel Gelegenheit zum Experimentieren im Naturwissenschaftsunterricht.

Besonders wertvoll erwies sich der direkte Austausch mit den französischen Lehrkräften und Schulleitungen. In Gesprächen vor und nach dem Unterricht konnten Fragen zu Unterrichtsgestaltung, Leistungsbewertung, Arbeitsbelastung und pädagogischen Konzepten vertieft werden. Viele Teilnehmende berichteten, dass gerade diese persönlichen Begegnungen neue Perspektiven eröffnet und zur Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis angeregt haben.

 

 

Gleichzeitig wurde deutlich, wie stark das französische Schulsystem durch klare Strukturen, zentrale Vorgaben, eine Fokussierung der Lehrkräfte auf ihre Kernaufgaben, konsequentes pädagogisches Eingreifen bei Fehlverhalten und Fernbleiben vom Unterricht und eine ausgeprägte Fachorientierung geprägt ist – Wahrnehmungen, die im direkten Vergleich besonders greifbar wurden.

Einblicke in System und Ausbildung

Besuch der Seminargruppe im Rektorat.
Besuch der Seminargruppe im Rektorat.

Ergänzt wurden die schulischen Hospitationen durch institutionelle Gespräche. Beim Besuch des Rektorats in Nizza erhielten die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst detaillierte Einblicke in die Organisation des französischen Bildungssystems, in die Ausbildung von Lehrkräften sowie europäischen Initiativen. Diese Einordnung half dabei, die im Unterricht gewonnenen Eindrücke besser zu verstehen und in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Der Vergleich mit dem deutschen System führte zu intensiven Diskussionen über Chancen, Herausforderungen und mögliche Impulse für die eigene Ausbildung.

Bildung im kulturellen Kontext

Gesprächsrunde über kulturelle Bildung im dt.-franz. Kulturzentrum
Gesprächsrunde über kulturelle Bildung im dt.-franz. Kulturzentrum

Auch über den schulischen Rahmen hinaus bot die Reise zahlreiche Lerngelegenheiten. Der Besuch des deutsch-französischen Kulturzentrums sowie kulturelle Erkundungen in Nizza machten deutlich, wie eng Bildung, Sprache und gesellschaftlicher Kontext miteinander verbunden sind.

 

Gerade diese Verbindung aus schulischer Praxis, institutionellem Austausch und kulturellem Erleben trug dazu bei, ein ganzheitliches Bild des französischen Bildungssystems zu gewinnen.

Dank an die Verantwortlichen in Nizza

Olivier Dargent, Nicolas Fournillier und Léonie Frank-Niro (von links)
Olivier Dargent, Nicolas Fournillier und Léonie Frank-Niro (von links)

Ein besonderer Dank gilt Olivier Dargent und Nicolas Fournillier vom Rektorat in Nizza, deren organisatorische Unterstützung eine Hospitationsreise mit einer so großen Gruppe überhaupt erst ermöglicht hat. Ebenso bedankt sich die Reisegruppe herzlich bei Léonie Frank-Niro vom deutsch-französischen Kulturzentrum für die offene und anregende Gesprächsrunde dort sowie für die wertvolle Unterstützung bei der Organisation der Logistik vor Ort. 

 

Zudem gilt ein herzlicher Dank allen Schulen und Lehrkräften, die ihren Unterricht für die deutschen Gäste geöffnet haben:

  • Collège Vernier – Nizza
  • Institution Stanislas – Nizza
  • Lycée Masséna – Nizza
  • Institution Don Bosco – Nizza
  • Lycée de Valbonne – Valbonne
  • Collège de Valbonne – Valbonne
  • Lycée Amiral de Grasse – Grasse
  • Lycée Fénelon – Grasse
  • Collège Jules Verne – Cagnes-sur-Mer
  • Collège Jean Médecin – Sospel
  • Collège Fersen – Antibes
  • Collège André Maurois – Menton

Internationale Begegnung gewinnbringend für Lehrkräfteausbildung

Die Hospitationsreise nach Nizza und Umgebung hat erneut gezeigt, wie gewinnbringend internationale Begegnungen für die Lehrkräfteausbildung sind. Die Erfahrungen dieser Woche stärken nicht nur die fachliche und pädagogische Kompetenz, sondern auch die europäische Perspektive der angehenden Lehrkräfte – ein wichtiger Baustein für zeitgemäße Bildung in einem zusammenwachsenden Europa. Finanziell wurde die Hospitationsreise gefördert durch das EU-Bildungsprogramm Erasmus+. (RED)

Die Hospitationsreise in Bildern...