Wie lassen sich internationale Kooperationen anbahnen und in den Unterricht integrieren? Darum ging es heute in einer Seminarsitzung der Zusatzqualifikation "Europa in Schule und Unterricht". Gitta Kleen, Multiplikatorin aus dem Europateam des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung (RLSB) Osnabrück, stellte die European School Education Platform (ESEP) und eTwinning als zentrale europäische Werkzeuge für internationale Schul- und Projektarbeit vor.
Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigte Kleen auf, wie internationale Kooperationen niedrigschwellig initiiert und nachhaltig in Schule und Unterricht implementiert werden können. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial die europäischen Plattformen für projektorientiertes Arbeiten, digitale Zusammenarbeit und den Aufbau internationaler Partnerschaften bieten.

In einer anschließenden praktischen Arbeitsphase setzten sich die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) vertieft mit der Arbeit auf der Plattform auseinander. Neben der inhaltlichen Projektarbeit thematisierte Kleen auch zentrale Aspekte wie Datenschutz, Datensicherheit und Netiquette im digitalen Raum. Besonders hervorgehoben wurde, dass die European School Education Platform und eTwinning bewusst als geschützte europäische Lernumgebung konzipiert sind und damit einen sicheren Rahmen für die internationale Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern bieten.
Anschließend arbeiteten die Teilnehmenden selbst aktiv auf der Plattform: Es wurden Testseiten angelegt, Videos, Bilder und interaktive Quizformate eingebunden sowie erste Projektstrukturen entwickelt. So konnten die angehenden Lehrkräfte unmittelbar erfahren, wie sich internationale Schülerprojekte datenschutzkonform, kreativ und lernwirksam gestalten lassen.
Die gewonnenen Kenntnisse und erprobten digitalen Werkzeuge bilden nun die Grundlage für die eigenen Projektarbeiten im Rahmen der Zusatzqualifikation. In den kommenden Monaten werden die LiV eTwinning und die European School Education Platform gezielt nutzen, um eigene internationale Projektideen zu entwickeln, umzusetzen und zu reflektieren. Auf diese Weise fließen die europäischen Tools unmittelbar in die Ausbildungspraxis ein und werden nachhaltig in den Schulalltag der Ausbildungsschulen getragen. (RO)