Seit 2009 befindet sich das Studienseminar im City-Haus in der Leeraner Innenstadt.
Seit 2009 befindet sich das Studienseminar im City-Haus in der Leeraner Innenstadt.

Studienseminar Leer für das

Lehramt an Gymnasien

Bürgerm.-Ehrlenholtz-Str. 15

26789 Leer (Ostfriesland)

Tel. (0491) 4545228-0

Fax (0491) 4545228-7

E-Mail:

Poststelle@seminar-ler-lgym.Niedersachsen.de

Öffnungszeiten:

 

Montag bis Donnerstag:

08.00 - 17.00 Uhr

 

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„Wertvolle Zeit nicht mit Belanglosigkeiten vertrödeln“

Kurs 02-15 verabschiedet / Zwischenruf gegen Beliebigkeit, Willkür, Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit in Staat, Gesellschaft und Schule

Vor knapp 60 Referendaren und Gästen hob Dr. Johann Sjuts die Bedeutung eines intensiven und disziplinierten Lernprozesses und einer respektvollen Schulkultur hervor. Foto: Ulrichs
Vor knapp 60 Referendaren und Gästen hob Dr. Johann Sjuts die Bedeutung eines intensiven und disziplinierten Lernprozesses und einer respektvollen Schulkultur hervor. Foto: Ulrichs

 

Die Referendarinnen und Referendare des Kurses 02-15 erhielten heute in einer Feierstunde am Studienseminar Leer ihre Zeugnisse über die bestandene Staatsprüfung. Für herausragende Leistungen wurden Dr. Edith Malecki, Marie-Ann Mowka, Kristin Mecklenburg und Stefanie Land ausgezeichnet. Zwei der Absolventinnen schnitten im Gesamtergebnis sehr gut ab, drei schriftliche Arbeiten – in den Fächern Chemie und Niederländisch – wurden mit der Bestnote bewertet.

 

In seiner Rede an die knapp 60 Referendare, Fachleiter und Gäste hob Seminarleiter Dr. Johann Sjuts den hohen gesellschaftlichen Rang von Bildung und der damit verbundenen Professionalität von Lehrerinnen und Lehrern hervor. „Bildung ist eine individuelle und kollektive Investition von hervorgehobener Bedeutung. Sie macht auf unersetzbare Weise zukunftsfähig.“

 

In einem Zwischenruf wandte sich Sjuts unter Berufung auf den Philosophen Michael Hampe gegen den Verlust von Moral und Willenskraft in Staat und Gesellschaft. Die Fähigkeit, sich in die Sichtweisen anderer hinzuversetzen, Achtungsvermögen, Vertrauenskraft und Folgenabschätzung ermöglichten, staatliches und gesellschaftliches Leben auf demokratische Weise zu gestalten.

Für herausragende Leistungen wurden Dr. Edith Malecki, Marie-Ann Mowka, Kristin Mecklenburg und Stefanie Land (von links) ausgezeichnet. Foto: Ulrichs
Für herausragende Leistungen wurden Dr. Edith Malecki, Marie-Ann Mowka, Kristin Mecklenburg und Stefanie Land (von links) ausgezeichnet. Foto: Ulrichs

Diese Gewohnheitsmuster und Zielvorstellungen entstünden in einem konzentrierten, intensiven und disziplinierten Lernprozess und in einer strukturklaren, respektvollen Schulkultur. Geprägt sei eine solche Schulkultur durch Konsequenz, Berechenbarkeit und Achtsamkeit, Nachsicht und Wohlwollen. „Eine solche Schulkultur ist weit davon entfernt, Kaffeetrinken im Unterricht aus Gründen von Toleranz zuzulassen, Fehlleistungen mit Kuchenbacken zu ahnden, die wertvolle Zeit mit Belanglosigkeiten zu vertrödeln, den Unterricht mit Großzügigkeit später zu beginnen oder vorzeitig zu beenden und unwürdige Abi-Albereien zu beklatschen.“ Sjuts forderte die Absolventinnen und Absolventen auf, ihren beruflichen Weg mit Anspruch an die eigene Professionalität und Lebenshaltung zu gehen.

 

Für den musikalischen Abschluss der Feierstunde sorgte das Fachseminar Musik um Heinz kleine Schlarmann passend mit einem Abschiedslied – in englischer, deutscher und niederländischer Sprache. (UL)